Morgenpost Dresden
08. Mai 2009


Streit um "Weiße Wand" gefährdet den Löwenhof

Die Baywobau will die "Weiße Mauer" abreißen lassen und originalgetrau wieder aufbauen. Die Stadt ist dagegen.

Der Traum von der neuen Nobel-Herberge am Dresdner Schloß ist erst mal geplatzt. Nach der Finanzkrise durchkreuzt nun das Rathaus die Pläne: Die Baufirma "Baywobau" darf das 5-Sterne-Swissotel und die benachbarte Wohnresidenz Löwenhof nicht hochziehen, weil die Stadt angeblich nötige Abrißarbeiten verbietet.

90 Millionen Euro sollte das Projekt am Neumarkt kosten. Neben dem Luxushotel (235 Zimmer) waren bis 2011 auch 22 Wohnungen im Löwenhof geplant - ein Wohnhaus im hinteren Teil des QVIII zwischen Johanneum und Stallhof... ...

"Die Baywobau will die Grenzwand zwischen Löwenhof und Stallhof abreißen", erklärte Kulturbürgermeister Ralf Lunau und lehnte den Abriss der sogenannten "Weißen Wand" ab. Die Mauerreste gehören zu einem Bürgerhaus aus dem 17. Jahrhundert, das 1945 zerstört wurde. Sie sind die "letzten originalen Baureste der Bürgerstadt an diesem Ort" und sollen als "Informations- und Identitätsträger " erhalten bleiben. Die Baywobau legte Widerspruch ein. Dietze: " Nur mit diesem Eingriff können wir das Bauprojekt in vollem Umfang realisieren".



Blick auf das ehemalige Löwenhaus und die stehengebliebene weiße Wand,
Foto 2005 (Lutz Rosenpflanzer)



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